Ein Ahorn für den Bergwald

08. Feb. 2020 –

Immenstadt – Landratskandidatin Christina Mader und der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag Toni Hofreiter überreichten bei ihrem Besuch im Grünen Zentrum dem Immenstädter Stadtförster Gerald Honold (Bildmitte) ein Bergahorn für den Stadtwald. Zuvor informierten sie sich  zusammen mit dem Landtagsvizepräsidenten Thomas Gehring über die Bergwaldoffensive und über den Zustand des Bergwaldes in Zeiten des Klimawandels. Die Bergwaldoffensiv gibt es seit 2008 und hat in dieser Zeit 80 Hektar mit 200.000 neuen Bäumen bepflanzt“, erläuterte Dr. Ulrich Sauter, Bereichsleiter Forst des Amtes für Landwirtschaft und Forsten.
Der Wald leide unter der Klimakrise – ein Thema das die Forstwirtschaft in den nächsten Jahren noch intensiv beschäftigen werde. Noch gebe es im Allgäu keine großflächigen Ausfälle aber Probleme, so der Forstexperte auf Nachfrage vom Mader. „Die Flächen, die wir reparieren müssen, nehmen wieder zu“. Gerade die Fichte, die es kühl und feucht mag, habe mit den warmen und trockenen Klima Schwierigkeiten. Probleme gibt es auch durch immer mehr Stürme, die ganze Schneisen in den Bergwald schlagen und mit der zum Teil hohen Wilddichte, die zu Verbissschäden führt.
Dringend sei darum die Umwandlung  zu einem widerstandsfähigen, klimatoleranten  Bergmischwald, waren sich die Anwesenden einig. Für Hofreiter muss Wald klar vor Wild gelten. „Es geht es um das gesamte Ökosystem“: Um Siedlungen und Verkehrswege zu sichern, gebe keine vernünftige Alternative zum Schutz unserer Wälder. Stadtförster Gerhard Honold schilderte, wie es der Stadt Immenstadt gelungen ist, durch die Eigenbewirtschaftung der Jagd, das Wildproblem in den Griff zu bekommen. Hofreiter zeigte sich beeindruckt was der Forst hier unter schwierigen Bedingungen leistet. Er lobte auch das Modell, im Grünen Zentrum regionale Fachkompetenz unter einem Dach zu bündeln.

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